Wasserversorgung Oberbüren
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Wasserversorgung Oberbueren




Administratives  -  Hydrantenkontrollsystem LORNO


Sorge tragen zu unserem Trinkwasser mit dem Hydrantenkontrollsystem LORNO
von Cyrill Benz, Präsident Wasserversorgung
Leitartikel Geschäftsbericht 2008


Auf den ersten Blick haben Hydranten mit unserem Trinkwasser nicht allzu viel zu tun. Bei genauerem Hinsehen stellt man jedoch fest, dass unser Trinkwasser durch unsere Hauptleitungen in die Reservoirs und zu allen Haushaltungen transportiert wird. An genau diesen Hauptleitungen stehen unsere Hydranten wie grosse Hahnen, bereit, im Notfall die Feuerwehr mit genügend Löschwasser zu versorgen. An diesen Hauptleitungen und Hydranten können bereits bei kleineren Lecks grosse Wasserverluste entstehen.

Das Trinkwasser wird immer mehr zu einem raren Gut auf unserem Planeten, auch wenn uns dies hier in der Schweiz noch nicht so bewusst wird. Die Verschmutzung des Wassers und eine aufgrund der Klimaveränderung einsetzende Trockenheit sorgen dafür, dass Trinkwasser kaum mehr für alle Menschen ausreichen wird. Deshalb wird der haushälterische Umgang mit Trinkwasser immer mehr ein Gebot der Stunde.

Pionierarbeit in Oberbüren

Als erste Wasserversorgung in der Ostschweiz haben wir im Jahr 2007 ein neues Kontrollsystem für unser Leitungsnetz eingeführt und in Betrieb genommen. Es überwacht und kontrolliert permanent das Trinkwasserleitungsnetz und die Hydranten.

Im Unterteil der Hydranten eingebaute Sensoren (Hydrofone) messen die Schallwellen im Wasser und liefern Informationen über den Zustand der Umgebung und im Hydranten. Abweichungen von der Normsituation meldet das System automatisch der Wasserversorgung. Der Brunnenmeister erhält ein E-Mail oder ein SMS mit detaillierten Angaben über Ort und Art des Fehlers.


Funktionsweise

Bis das System einwandfrei läuft, muss erst einmal das „Grundrauschen“ ermittelt werden. Wenn dann die Normsituation einer Leitung festgestellt ist, kann das System, das alle 20 Minuten ein Signal sendet, eine Abweichung erkennen. Dauert diese Abweichung eine definierte Zeitdauer, lässt dies auf ein Leck schliessen. Das System vergleicht also die gemessenen Werte mit den Referenzwerten. Sollten Abweichungen von der Normsituation festgestellt werden, wird eine Meldung ausgelöst. Dazu besitzt jeder Sensor ein Kommunikationsteil, welcher die gemessenen Daten mit anderen Sensoren austauschen kann. Über das Sensornetzwerk oder über an gewissen Punkten angebrachte Repeater gelangen die analysierten Zustandsmeldungen an die Betriebswarte und weiter über den Server an die Einsatzorgane. Diese Datenkommunikation zwischen den Sensoren benutzt das 896 MHz ISM-Band. Dank den eigens dafür entwickelten Funkprotokollen müssen die hoch optimierten Sensor-Module nur ca. alle 10 Jahre für den Batteriewechsel gewartet werden. Dies entspricht auch etwa der Zeit, in der die Hydranten ohnehin kontrolliert und revidiert werden müssen. Die Module haben eine Sendeleistung von lediglich 6mW und senden nicht dauernd, sondern nur ereignisbezogen (z.B. bei Erkennung einer Leckage). Dadurch wird auch keine Strahlenbelastung produziert.

Vorteile auf einen Blick

68 automatische Messungen pro Tag liefern Informationen über die Zustände im gesamten Wasserleitungsnetz. Die Leckortung wird durch Eingrenzung des Gebietes unterstützt. Durch die eingebauten Schwimmerschalter in der Ventilstange werden die ausgerüsteten Hydranten laufend auf Wasserbezüge und Füllstand überwacht. So können Wasserbezüge oder Fehlmanipulationen an Hydranten sofort erkannt werden. Das Kontrollsystem liefert die Daten automatisch, sie brauchen nicht von Hand ausgelesen werden.

Die Datenübertragung erfolgt kabellos, bidirektional, konzessions- und gebührenfrei. Der Datenzugriff ist zu jeder Zeit auf jedem beliebigen PC mit Internetanschluss möglich. Die LORNO-Applikation ist auf einem Server Betriebssystem ab MS Windows 2000 betriebsfähig. Die Systemdaten sind in einer MS SQL-Datenbank gespeichert. Alle Hydranten ab Jahrgang 1935 können mit dem Kontrollsystem nachgerüstet werden.


Finanzieller und ökologischer Nutzen

Der Einsatz von LORNO bringt Sicherheit, hilft langfristig Kosten zu sparen und hat auch einen ökologischen Nutzen. Durch die Früherkennung und Meldung von Leckagen im Wasserleitungsnetz werden Wasser- und Energieverluste minimiert und teure Folgeschäden verhindert. Überdies wird das Risiko einer Trinkwasserverschmutzung minimiert. Kommt hinzu, dass Ortung und Reparatur von Leckagen planbar und somit günstiger werden. Zudem protokolliert LORNO laufend die gemessenen Werte und unterstützt uns bezüglich der Qualitätssicherung, der Beweispflicht und der Pflicht zur Selbstkontrolle.                        

 

 

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